Was ist Langzeitnachsorge?
Langzeitnachsorge
Die Langzeitnachsorge bei ehemals an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen hat das Ziel, mögliche Spätfolgen der Krebserkrankung und deren Therapie frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln, sowie die langfristige Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten bzw. zu verbessern. Die Patientinnen und Patienten erhalten dabei Informationen und Empfehlungen, die auf ihrer persönlichen Erkrankungs- und Behandlungsgeschichte basieren. Im Fokus stehen potenzielle Spätfolgen sowie deren Früherkennung und Therapie.
Zentrale Bestandteile der Langzeitnachsorge
- Beratung und Begleitung während der gesamten Nachsorgephase
- Regelmäßige medizinische Verlaufskontrollen, Früherkennung und Behandlung von Spätfolgen der Therapie (z. B. Herzprobleme, Hormonstörungen, Lernschwierigkeiten)
- Erkennen und Behandlung von Zweitkrebserkrankungen
- Empfehlung zu Vorsorgeuntersuchungen, die in größeren Abständen lebenslang durchgeführt werden sollten, durch die Erstellung eines individuellen Risikoprofils
- Erstellung eines individuellen Risikoprofils mit entsprechenden Vorsorgeempfehlungen
- Psychoonkologische und -soziale Unterstützung
- Aufklärung über einen gesunden Lebensstil und Präventionsmaßnahmen
- Sport- und physiotherapeutische Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Regeneration und Kräftigung
Beratung zu Fragen der Fruchtbarkeit und Familienplanung
Einbindung und Vermittlung von Selbsthilfegruppen und Beratungsangeboten
| Die Angebote zur Vor- bzw. Nachsorge können, unabhängig davon, ob Sie derzeit Gesundheitsprobleme haben oder beschwerdefrei sind, als reguläre Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen an verschiedenen Kliniken in Deutschland in Anspruch genommen werden.
Ehemalige Patient*innen werden dabei nicht nur untersucht und ggf. erneut behandelt, sondern auch über das erhöhte Risiko für Folgeerkrankungen informiert und beraten.
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Stand: 07.04.2025